Baby­pause: Teil­zeit in Eltern­zeit

Will ein Arbeitnehmer in der Eltern­zeit wieder stunden­weise im Job anfangen, kann er auf eine Teil­zeit­beschäftigung bestehen. Das Eltern­zeitgesetz sieht eine zweimalige Arbeits­reduzierung vor. Im Einzel­fall geht es sogar öfter. Eine junge Mutter hatte zunächst zwei Jahre Pause im Job beantragt. Als das Kind ein halbes Jahr alt war, wollte sie wieder 15 Stunden, später 20 Stunden pro Woche arbeiten. Der Arbeit­geber stimmte zu. Als die Mutter für das dritte Eltern­zeit­jahr jedoch erneut Teil­zeit verlangte, sagte der Arbeit­geber nein. Die zweimalige Arbeits­reduzierung nach Eltern­zeitgesetz sei verbraucht, argumentierte er. Das Bundes­arbeits­gericht sah es anders. Teil­zeit­absprachen im Einvernehmen mit dem Arbeit­geber zählen nicht mit (Az. 9 AZR 461/11), entschieden die Richter. Das dürfte Konsequenzen haben: Wer während der Eltern­zeit Teil­zeit arbeiten möchte, muss nun damit rechnen, dass der Arbeit­geber deutlich macht, dass er nicht zustimmt, sondern nur den gesetzlichen Mindest­anspruch gewährt.

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